Situation 09

Nachhaltig konsumieren

Teenagerin aus Deutschland

Unser ökologischer Fußabdruck ist groß, weil wir für unseren Lebensstil, für unser  Konsumverhalten und den damit verbundenen Energiebedarf, viele Ressourcen verbrauchen. Mit einer nachhaltigen Lebensweise kann jede und jeder dazu beitragen, die Umwelt zu schonen und den Klimawandel aufzuhalten, indem wir die begrenzten Ressourcen unserer Erde schonen und ökologisch konsumieren. In Deutschland verursachen Privathaushalte ein Viertel der > CO2-Emissionen.

Der ökologische Fußabdruck gibt die Fläche an, die der eigene Lebensstil erfordert. Er umfasst die Ressourcen, die wir im Alltag benötigen – für den Energiebedarf, Wohnen, Konsum und Ernährung, Reisen und Verkehr. Vor allem die CO2-Emissionen fallen stark ins Gewicht. In Deutschland benötigt jede Person im Durchschnitt 4,6 Hektar Fläche – das ist deutlich mehr als der globale pro Kopf-Durchschnitt von 2,7 und der Fußabdruck armer Länder von durchschnittlich 1,1 Hektar. Der gerechte Fußabdruck, der jedem Mensch auf der Welt zusteht, beträgt 1,8 Hektar. Würde jeder so leben wie wir in Deutschland, bräuchten wir 2,5 Planeten.

Mehr Nachhaltigkeit im Alltag

Jede und jeder kann bereits mit kleinen Maßnahmen den eigenen ökologischen Fußabdruck verkleinern. Bei der Ernährung können wir saisonale und ökologische Produkte aus der Region einkaufen, das spart lange und energieaufwendige Transportwege und so entstehende CO2-Emissionen. Fast die Hälfte der Treibhausgase durch Ernährung geht auf die Produktion und den Transport der Lebensmittel zurück. Wir können selbst Gemüse anpflanzen, im Garten oder auf der Fensterbank, mehr pflanzliche Nahrungsmittel konsumieren, Lebensmittelabfälle vermeiden und den Fleischverzehr reduzieren. Tierische Produkte belasten die Umwelt in hohem Maß, die Viehzucht ist für mindestens 18 Prozent aller Treibhausgase weltweit verantwortlich. Mit Blick auf die wachsende Weltbevölkerung und die Umweltfolgen ist der hohe Konsum von Fleisch und Milchprodukten nicht zukunftsfähig. Jede und jeder Deutsche verursacht durch seine Ernährung im Jahr 2,1 Tonnen Emissionen, damit in etwa so viel wie durch Mobilität.

Wir können Ökostrom im Haushalt nutzen, Strom sparen, statt einer Flugreise auf die Bahn umsteigen, zu Fuß gehen oder das Fahrrad benutzen, gebrauchte Waren erwerben und auf Wegwerfprodukte verzichten oder Recyclingpapier verwenden.

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Die Geschichte zum Anhören

Ökologischer Fussabdruck

Foto: Peter Groth

Quellen & weitere Informationen

BMU: Green IT > zur Webseite 

BMU: Essen und Klimaschutz > zur Webseite 

BMU: Nachhaltiger Konsum > zur Webseite 

FAO 2006: Livestock´s Long Shadow. Environmental issues and options > zum Bericht (PDF)

Passt Dein Fuß auf diese Erde? Ökologischer Fußabdruck (BUND Jugend) > zur Webseite 

Sachverständigenrat für Umweltfragen: Lebensmittelkonsum > zur Webseite

WWF: Living Planet Report 2012 > zur Webseite

Klima sucht Schutz > zur Webseite 

Rat für nachhaltige Entwicklung: Der nachhaltige Warenkorb > zur Broschüre (PDF)