Situation 04

CO-2-Emissionen steigen

Schülerin aus Südafrika

Die Folgen des Klimawandels sind in Südafrika, wie im gesamten südlichen Afrika, schon deutlich spürbar: Die Sonneneinstrahlung ist durch den Klimawandel deutlich stärker geworden, die Sonne brennt heißer. Der Alltag der Menschen wird immer mehr von den gestiegenen Temperaturen bestimmt, nicht selten sind es 40 Grad im Schatten.

Extreme Wetterereignisse sind in Sub-Sahara-Afrika infolge des Klimawandels häufiger. In Zukunft werden die Wechsel aus Dürren und Überflutungen laut der > Zwischenstaatlichen Sachverständigengruppe über Klimaänderungen (IPCC) zunehmen. Regenfälle bleiben in einigen Regionen Südafrikas immer öfter aus. Trockenheit und Wassermangel gefährden vor allem die Existenz der Kleinbäuerinnen und -bauern, die ihre Ernten und ihr Vieh verlieren. Der Rückgang der landwirtschaftlichen Erträge könnte künftig die Nahrungsmittelversorgung einschränken.

Gleichzeitig ist Südafrika das führende Wirtschaftsland Afrikas und der größte CO2-Produzent des Kontinents. Weltweit befindet sich Südafrika auf dem 23. Rang. Ursache ist, dass mehr als 90 Prozent der Energie aus Kohlekraft stammen. Klimaschutz ist in Südafrika dringend erforderlich, das Bewusstsein dafür ist aber bisher gering. Klimaanlagen laufen vielerorts rund um die Uhr. Für die armen Bevölkerungsgruppen, wie die zahlreichen Menschen in den Slums, steht die Sicherung des eigenen Überlebens im Vordergrund. In den kommenden Jahren will Südafrikas Regierung vermehrt auf erneuerbare Energien setzen, insbesondere auf Windkraft und Solarenergie.

Südafrika gilt als Musterland wirtschaftlicher Entwicklung in Afrika und spielt eine bedeutende Rolle in der Region. Dass das Land für den Ausbau der Wirtschaft vor allem auf Kohle setzt, liegt daran, dass die Nutzung der vorhandenen Kohlevorkommen weitaus kostengünstiger ist als Investitionen in > erneuerbare Energien. Um einen Ausgleich zwischen nachholender und nachhaltiger Entwicklung zu erzielen, sind weitere Investitionen in erneuerbare Energien unbedingt notwendig.

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Die Geschichte im Video

Ökologischer Fussabdruck

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Deutsche Welle – Global Ideas
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Die sprechende Person und die abgebildete Person sind nicht identisch.

Quellen & weitere Informationen

Deutsche Welle: Klima-Zugfahrt durch Südafrika > zum Video

Deutsche Welle: Mit Regentänzen und Ökostrom gegen den Klimawandel > zum Artikel

IPCC 2012: Managing the Risks of Extreme Events and Disasters to Advance Climate Change Adaptation. A Special Report of Working Groups I and II of the Intergovernmental Panel on Climate Change > zum Bericht (PDF)

Never, Babette 2010: Südafrika: Kohle oder Klimaschutz? GIGA Focus Nr. 4 /2010 > zum Artikel (PDF)

Worldbank: Data South Africa > zur Webseite